22 Sep
Mit der Nintendo 3DS Konsole zeigte das japanische Unternehmen abermals, wie innovativ es sein kann. Vor dem neuen Handheld wurde nur in Kinosälen und beim Thema Home Entertainment vom 3D-Effekt gesprochen, nun gesellt sich seit dem 25. März auch Nintendos 3DS hinzu. Trotz seiner innovativen Technologie verkaufte sich die Spielkonsole erstaunlich schlecht. Bis Juli 2011 brachte der 3DS es auf lediglich 4,3 Millionen verkaufte Einheiten.
Damit hinkt das Gerät deutlich der erwarteten Gewinnprognose hinterher. Schuld daran ist wohl vor allem der vergleichsweise hohe Preis. 250 Euro verlangte Nintendo hierzulande von seinen Kunden, so viel wie fünf Jahre zuvor bei der Nintendo Wii. Bei letzterer handelt es sich aber wohlgemerkt um eine stationäre Spielkonsole, bei der Nintendo 3DS Konsole „nur“ um einen Handheld. Dieses Beispiel vergleicht also eigentlich Äpfel mit Birnen.
Schuld am hohen Preis ist wohl vor allem der 3D-Effekt, das Feature also, das den Handheld erst so besonders macht. Mittlerweile reagierte Nintendo auf die miesen Verkaufszahlen, korrigierte seine Gewinnprognose nach unten und verkauft die Nintendo 3DS Konsole seitdem für einen um bis zu 40 Prozent rabattierten Preis. Trotzdem wird das Unternehmen auch weiterhin an der Spielkonsole verdienen, ein 3DS wird nämlich bereits für rund 73 Euro hergestellt.
Trotzdem gönnen wir Nintendo natürlich jeden verkauften Handheld, denn der 3D-Effekt hat es in sich. Anders als bei 3D-Filmen bleibt die 3D-Brille nämlich im Etui, für den Effekt selbst sind nur zwei gesunde Augen vonnöten. Möglich wird dies durch das autosteroskopische obere Display, das die dritte Dimension überhaupt erst ermöglicht. Dank seiner 3,53 Zoll bleibt dies auch bezahlbar, ansonsten würde die Nintendo 3DS Konsole schnell noch einige hundert Euro mehr kosten.
Dennoch übte die Fachpresse vielfach Kritik am 3D-Effekt: Wenn der Spieler seitlich aufs Display schaut, bleibt der Effekt noch sichtbar. Neigt man den Handheld jedoch, verschwindet der Effekt ganz schnell, die Toleranz fällt hierbei nur sehr gering aus. Allerdings wird eine mobile Spielkonsole wie der 3DS zuweilen bewegt, wenn sich ein Titel beispielsweise etwas hektischer oder actionreicher spielt. Dass dies nicht erlaubt scheint, wirkt absurd.
Darüber hinaus macht auch starkes Sonnenlicht den 3D-Effekt und somit manches Spielerlebnis zunichte. Glücklicherweise lässt sich das Feature in solchen Situationen per Schieberegler ein- und ausschalten. Bevor die Kritik aber zu harsch ausfällt, sollte berücksichtigt werden, dass es sich um die erste 3D-Konsole überhaupt handelt. Nintendo wird sicherlich aus den Kritikpunkten lernen und einen noch besseren Nachfolger entwickeln.
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